Auch in Tschechien sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben.
Nachdem der Tag äußerst gemütlich und amüsant bei ausgiebigem Frühstück mit dem tschech. Hausherren Milan begann, kam um 16 Uhr die dicke Keule von oben: es schüttete aus allen Kübeln, die Petrus tragen konnte. Zudem zog der Wind deutlich an. Kein Spass auf den recht schmalen Straßen hier. Zumal am Fahrbahnrand öfter mal tiefere Schlaglöcher lauern.
Dabei verlaufen die ersten Meter auf ungewohnten Terrain recht unspektakulär: Dank Radkarte finde ich mich schnell zurrecht. Die Beschilderung der Radwege ist durch das kräftige Gelb der Schilder gut zu erkennen. Auch sind die Schilder oft weit vor der Abbiegung angebracht, so dass man das Abbiegemanöver rechtzeitig einleiten kann. Es gibt für Radler wohl kaum etwas frustrierenderes, als in voller Fahrt an einem Radschild vorbeizuhuschen, das einem zum Abbiegen rät (so mehrfach geschehen in Deutschland).
Anders als in D gibt es hier für jeden Radweg eine Nummer.
Der erste Teil der Tour führt durch die hügligen Straßen vor Karlsbad. Der zweite Teil führt durch tiefen Zauberwald an der Eger entlang. Ich überquere abenteuerliche Brückchen (kaum breiter als mein Lenker) und meistere Waldwege, die bei uns locker als Single-Trails durchgehen würden.
Um kurz vor 19 Uhr kehre ich - fünf Kilometer vor Karlsbad - triefend und angenehm erschöpft im Hotel "Prima" ein, beziehe mein Zimmer und genieße ein 300g Pfeffersteak mit Kartoffelknödel, diverse Hopfenkaltschalen und das kostenfreie WIFI.
Der Himmel klart auf - der Blick nach draußen lässt mich auf einen angemessenen Tag für Karlsbad hoffen. Ick freu mich drauf!
zauberwald! hoffentlich hat er seinem namen alle ehre gemacht.
AntwortenLöschen(hihi, gerade muss ich als kennwort zum posten "chmobil" eingeben. hast du das geplant?)
radel on!