Es gibt Radler-Tage, da passt einfach alles. Heute ist einer davon.
Um kurz vor neun verlasse ich bei bestem Sommerwetter den CPlatz.
Die ersten Meter radel ich durch Dörfer, dann auf menschenleeren Feldwegen durch grandioses Naturpanorama. Dann wieder durch Dörfer. Alles Hunde und stressfrei.
Dieses Wechselspiel lässt die Kilometer nur so vorbeifliegen und am Ende stehen 95 auf dem Tacho.
Die Menschen ändern sich deutlich. Immer häufiger sehe ich auffällig braune Menschen. Dazwischen wieder ein paar hellhäutige.
Ein weiteres neues Phänomen lässt sich verzeichnen: als ich heute Halt mache, um ein Foto von Adebar in natura zu machen, wurde es seltsam laut und hektisch um mich herum.
An das Schmeißfliegen-Wettsaufen an meinen Armen und Beinen habe ich mich ja schon gewöhnt. Die Fliegen heute sind jedoch im Durchschnitt so dick wie mein kleiner Finger, hartnäckiger, lauter - kurz: widerlicher. Ich bin umgeben von zwanzig, dreißig Bremsen. Sie sitzen überall. Natürlich geht's gerade stramm bergauf. Somit ist abschütteln schwierig. Dennoch gebe ich Kit, beschleunige, obwohl der Puls schon längst aus dem Gesundheitsbereich herausgeschossen ist.
Ab Tempo dreißig kommen sie nicht mehr mit. Die wenigen, die es sich im Schatten meiner Packtaschen gemütlich gemacht haben, verscheuche ich mit der Hand.
Leider wiederholt sich dieses Schauspiel ab sofort bei jeder Steigung, auf jedem Feldweg, bei jeder Fahrt unter 10 km/h. Dann versammelt sich eine Wolke dicker Brummer um mein Rad und wenige Meter weiter juckt's dann irgendwo.
Noch bildlicher: Einige Fotos muss ich deshalb abbrechen. Als die Sonne günstig steht, kann man die Sause-Wolke im Schatten deutlich erkennen.
Dennoch ein wunderbar ereignisreicher Tag in einer lieblichen Landschaft aus Sonnenblumenfeldern, soweit das Auge reicht, schönen Bergpanoramen, Burgruinen, alten Bauernhöfen - alles unter einem hellblauen Himmel.
Jetzt trinke ich mal flux mein Bier (nealko) leer und suche mir eine Schlafstätte in Michalovce.
Drückt mir die Daumen ;)
Daumen sind gedrückt!
AntwortenLöschenBeste Grüße, Felix