Die Nacht ist kurz. Um kurz nach sechs weckt mich der Hund mit wildem Geklaeffe.
Mein lauter Urschrei und STOI! vertreibt ihn. Mit eingezogenem Schwanz zieht er Leine.
Derart gestaerkt vergehen die letzten Kilometer nach Volgodonsk wie im Flug. Leider laed die Stadt nicht gerade zum Verweilen ein. Der Verkehr und der Laerm fuehren dazu, dass ich es bei einem kurzen Fruehstueck am Fluss belasse.
Danach geht es in lockerem Tritt Richtung Cimljansk, wo ich schnell einkaufe und mich in eine Gastiniza zurueckziehe. Die gestrige Fahrt hinterlaesst Spuren und ich doese bis zum Abend im Zimmer.
Dabei ist die Aussicht hier herrlich. Wenige Meter von der Gastiniza beginnt der See und von der Steilkueste habe ich einen herrlichen Blick bis weit weit ins Blaue hinein. Mit einem kuehlen Kwas begiesse ich diesen Moment und haenge allen moeglichen Gedanken nach.
Ein Hauch von Heimweg macht sich die letzten Tag immer mal wieder breit. Der Wunsch nach Selbstverstaendlichkeit. Ohne viele Worte verstanden werden. Alles hier ist mit Aufwand verbunden, was mir vor allem in den Zeiten der Regeneration ziemlich auf den Geist geht.
Dennoch ueberwiegt die Lust aufs Neue und ich fuehle mich staerker als die miesepetrige Bedienung an der Theke.
Beim Einschlafen kommen mir erstmals auch Bilder und Situationen meiner Reise in den Kopf. Bilder aus Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Duft der Krim. Der suesse, warme Fahrtwind in absoluter Ruhe.
Tief ein- und ausatmend falle ich in einen schoenen Schlaf.
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