Im Hostel treffe ich zu später Stunde auf dem Weg zur Toilette eine junge Frau. Sie kommt aus St. Petersburg und kann sehr gut deutsch.
Sie und ihr Reisepartner aus Augsburg arbeiten gerade am Reiseführer "Usbekistan, Kirgistan" für den ReiseKnowHow-Verlag und haben sich gerade heute umfassend in Sachen "Torugart-Pass" informiert.
Welch wunderbarer Zufall! Ich kann's kaum glauben. Weit und breit ist kein Deutscher zu sehen. Auch sie versichern mir, dass in diesem Hotel eher Einheimische unterkommen und dass sie sehr erstaunt seien, mich hier anzutreffen.
Sie reisen mit Rucksack und bereiten sich gerade auf ihre Weiterfahrt vor. Um 7 Uhr geht's mit einem Bus weiter. Ich mag daher nicht lange stören.
Dennoch erhalte ich so zu später Stunde sehr umfassende Infos, Tipps und Antworten auf meine Fragen. Ad-hoc planen wir meine Route um: Ich fahre nun von Bischkek über Naryn nach Osh. Bei Sary-Tash fahre ich links und folge dem Weg bis zur grünen Grenze nach China.
Dadurch sehe ich zum Einen mehr vom Land und spare zum Anderen auch noch bares Geld, denn eine Überfahrt ist offenbar nur mit unglaublichem bürokratischen Aufwand und per Auto möglich. Per Rad hat man keine Chance. Zumindest habe ich auch einfach keine Lust, den Bürozirkus mitzuspielen.
Zahlreiche Touristen-Büros bieten einen Transfer-Service von Bischkek oder Naryn nach Kashi an. Er nennt Preise von 400 USD und man muss (!) auf den Tag genau die Überfahrt angeben. Ein "Zusteigen" in eine Fahrgelegenheit ist nicht möglich, da der Fahrer und alle Mitfahrenden registriert sind. usw.
Der Weg über den Torugart-Pass ist hiermit für mich kein Thema mehr.
Das gestrige Tief ist wie weggeblasen. Ich freue mich total, durch diesen "Umweg" noch mehr vom Land sehen zu können.
Ich folge neugierig deiner Reiseroute auf GoogleMaps. Ich denke, ich habe dich in der Satelitenansicht im Park sitzen sehen ;)
AntwortenLöschenIch bin gespannt, welche Route du nehmen wirst. MIr ist aufgefallen, dass ich über deine weiteren Reisepläne gar nichts weiß. Bitte klär mich doch mal auf.
Liebe Grüße, auch an das Panorama,
David