04.08.2009

Ich geb Gas, das macht Spass

Die Fahrt auf dem Feldweg macht echt enorm Spass. Schnell und unverhofft erreiche ich die asphaltierte Strasse nach Termonskaja. Ploetzlich ist der Feldweg zuende und es geht auf der hervorrangenden Strasse weiter.

Meine anfaengliche Euphorie biegt nach zwei Stunden dann doch langsam nach unten. Es geht schnurrstracks geradeaus und ewig lang bergauf.

Die Huegel haben es echt in sich. Weniger durch ihre Steigung sondern durch die unglaubliche Laenge der Steigung. Kaum habe ich Mut gefasst, noch die letzten Meter bis zur Kuppe zu fahren, erkenne ich, dass es danach wieder weiter bergauf geht.

Die Steigung ist so gemein, dass man staendig im Glauben bleibt, gleich den Scheidepunkt des Huegels zu erreichen, um dort jedoch enttaeuscht feststellen zu muessen, dass es immer noch weiter geht.

Das zerrt an den Nerven. Dazu wird mein Wasservorrat schnell weniger. Die Sonne brennt gnadenlos und ich fuehle, wie mein Mund immer trockener wird.

Durst ist ein sehr unangenehmes Beduerfnis. Jeder LKW transportiert ploetzlich trinkbares, die auf der Karte eingezeichneten Fluesse sind unfassbarerweise leer (!) und auch die Melonenverkaeufer am Strassenrand sind verschwunden.

Zum Glueck finde ich einen Fluss, der noch Wasser traegt und fuelle dort mit Hilfe des Filters meinen Vorrat auf.

Im Magazin in Loschnoj fuelle ich meinen Getraenkepeicher wieder auf und blase mit 155 Puls die letzten Kilometer gen Popov. Wahnsinn!

Nach 88,5 Kilometern rolle ich rechts in Feld und baue mein Zelt auf. Die kleine Baumgruppe erscheint mir fuer meine Unterkunft heute ideal.

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