Bilder:
http://www.flickr.com/photos/christian-trabold/sets/72157622772498549 und
Meinen Hong Kong-Besuch schließe ich mit einer kleinen Trekking-Tour durch
die "New
Territories" ab. Im Wald von Brides Pool genieße ich den hübschen
Wasserfall und die Ruhe
(http://www.flickr.com/photos/christian-trabold/sets/72157622896865518/).
Dann geht es frisch und erholt zurück ins laute China.
Der Grenzübertritt ist problemlos. Die Aufkleber auf dem
LonelyPlanet-Cover bleiben trotzdem drauf (ich hatte Taiwan mit zahlreichen
Preisschildern übergeklebt).
Auf der anderen Seite gibt es direkt einen herzlichen Empfang. Bis ich den
Busbahnhof erreiche, muss ich mich von fünf "Maasaasch?"-hauchenden Frauen
(Empfangsdamen) losreißen (der Masage-Service ist eindeutig zweideutig).
Zum Glück finde ich schnell zum Bus nach Guangzhou und kann endlich meine
Beine ausstrecken. Im BusTV kommt eine Mischung aus Karaoke zu chinesische
Folklore und Naturbildern.
Während Leoparden Garzellen auseinander nehmen, säuselt die chinesische
Sängerin irgendwas auf Chinesisch, im unteren Bildrand der Text zum
Mitsingen. Zum Glück macht davon keiner der Reisenden Gebrauch und brummen
ruhig über die Autobahn.
Den größten Teil der Fahrt träume ich von Hong Kong. Es war toll, hab viel
gesehen und ein total neues Bild von Hong Kong. Den Kurzausflug bereue ich
keineswegs, sondern fahre mit einem sehr guten Gefühl zurück.
In Guangzhou ist erstmal totaler Blindflug angesagt: Der Bus spuckt mich
auf einem riesigen Busbahnhof aus und
ich bin irgendwo in der Stadt angekommen.
Es ist stockdunkel. Ein Leitsystem oder Service-Schalter suche ich
vergebens. Auch gibt es keine Menschen, die ich ansprechen könnte bzw.
ansprechen mag. Um mich herum strömen dunkle Gestalten entweder irgendwo
hin oder direkt auf mich zu.
So muss ich mich erstmal durch eine Menge von Moped- oder Taxifahreren
kämpfen, die mir eine Fahrt zum "besten Hotel der Stadt" aufschwatzen
wollen. Unter einer Laterne finde ich Licht und suche auf der Karte meine
aktuelle Position. Vergebens! Es gibt mehrere Bus-Stationen, weshalb ich
erstmal auf gut Glück die Richtung beibehalte - zurück zu den Abzockern
will ich auf keinen Fall und mein Großstadtgespür sagt mir, dass ich
richtig liege.
Ich folge weiter meinem Weg durch die dunklen Gassen, finde in einem Kiosk
ein Telefon und rufe Daniel an. Er klärt mit dem Taxifahrer wo ich hin
muss.
Dann geht alles sehr schnell: Taxi fahren, Daniel drücken, Hotel beziehen,
Sushi essen, Stomberg gucken. Irgendwann falle ich übervoll an neuen
Bildern und Cuba Libre ins Bett.
Für morgen plane ich moderates Sightseeing und einen Besuch am
Perlfluss-Ufer.
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