Juhu! Endlich wieder ein Reisebericht! Ziel diesmal: Japan - mit dem Flugzeug.
Kurz: Es hat alles wunderbar reibungslos geklappt.
Bin wie geplant mit der S8 zum Flughafen gefahren, hab' entspannt eingecheckt und die Sicherheitskontrolle passiert.
Und dann hat mein Japanbesuch schon angefangen. Direkt am Gate C14.
Überall Japaner - fast alle mit einem Weizenbier und Bretzel ausgestattet. Kaum Langnasen. Außer ein paar Deutschen hatten sich noch drei Russen untergeschlichen.
Da ich meine Uhr schon auf Tokyo-Zeit eingestellt hatte, war auch bei mir ein Feierabend Bierchen drin, so dass ich kurz nach dem Abheben schon schön müde war.
Der Flug war super. Der A-380 fliegt wirklich überraschend angenehm. Beim Start werden die Turbinen etwas lauter und plötzlich schwebt man mit 500 Tonnen sanft durch Luft. Das "Gefühl" vom Aufstieg fehlt fast völlig. Auch die Landung war butterweich. Wahnsinn.Killerfeature: Es sind drei Außenkameras vorhanden. Über eine, die oben am Hinterteil der Maschine angebracht ist, konnte ich dann bequem vom Sitz aus den Start und den Sonnenaufgang über Japan direkt miterleben. Kein Gerangel um Fensterplätze mehr - für mich ein ganz neues Flugerlebnis!
Vor allem bei Flugreisen hängt die Qualität des Fluges sehr mit den Sitznachbarn zusammen (Erfahrungswert).Beim Platz hatte ich eine sehr gute Wahl getroffen: Meine Nachbarn waren junge, waschechte Japanerinnen, die entweder in den seltsamsten Positionen gedöst haben oder Kicheranfälle unterdrücken wollten. Sehr lustig und angenehm kurzweilig. Vor allem, wenn vorne bei den "Komfortplätzen" ein Baby schreit und sich ein paar Reihen weiter rechts die Deutschen über die aktuellste Ausgabe der "Bunte" auslassen.
Sehr interessant war, meine Sitznachbarninnen dabei zu beobachten, wie sie romanische und kyrillische Zeichen auf dem Display mit größtem Erstaunen analysieren und versuchen nachzusprechen. Schon solche "kleinen Beobachtungen" aus dem Reisealltag mischen finde ich - zumindest bei mir - so manches westliche Weltbild kräftig durch und ändern den Blickwinkel auf "unsere" Welt schlagartig.
Um wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen: Es gibt in der Economy-Class KEINEN Strom- oder USB-Anschluss. Mein Laptop hatte ich übrigens genau 0 (null) mal draußen. Zum entspannten Arbeiten ist es dann doch zu eng und ich bin mit dem aktuellen Stand meiner Präsentation schließlich auch zufrieden.
Japan hat uns mit ein paar Wolken empfangen. Später ist es aufgelockert und ich konnte ich noch etwas Sonne gegen den Jetlag tanken.
Die erste Nudel-Snack mit anschließender Massage ist auch schon intus. Die Nudeln waren - wer hätte es gedacht - sensationell lecker, die Massage dann doch etwas zu ermüdend, denn seitdem bin ich ziemlich fertig.Zu Tokio: Ich bin sehr überrascht, wie ruhig es ist. Auch überraschend angenehm. Viele kleine Gassen, die zum "Verlaufen" einladen. Habe schon viel gesehen und bin sehr angetan.Jetzt werde ich mal die Dusch- und Toilettenanleitung lesen - jeweils eine DIN A4 Seite - und ins Abendprogramm übergehen.Morgen beginnt um 15:45 Uhr mein Workshop auf dem TYPO3 Community Day (Daumendrücken!). Danach geht es nach Nagano in den Schnee bzw. in die Onsen. Nächste Woche plane ich, weitere Onsen im Süden zu besuchen (Kyoto, Nara). Am Freitag bin ich wieder hier in Tokyo und fliege Samstag Morgen zurück nach Frankfurt.
Bilder:
http://www.flickr.com/photos/christian-trabold/sets/72157626072691428
Sayonara!
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